Psycho-Sozialer Dienst / Hospiz
Die Dienstleistung des Psycho-Sozialen Dienstes hat, ganz im Sinne des Leitbildes des Marien-Hospitals, den MENSCHEN „Patient“ ganzheitlich in seiner konkreten Situation Krankenhaus im Fokus.
Der Psycho-Soziale Dienst bietet durch Gespräche die Möglichkeit, mit einem individuellen Zeitrahmen und dem geschützten Raum, die für die Prozesse des Erarbeitens und Durcharbeitens nötig sind, in einer Krise wieder zu Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit zu gelangen. Wenn der Patient, wie auch seine Angehörigen sich wahrgenommen, angenommen und ernstgenommen fühlen, sind die Prozesse von Um- und Neuoriertierung und oder persönliche Reifungsprozesse möglich, die bis hin zum Andenken von Sterben und Tod führen und neue Möglichkeiten der Sinngebung eröffnen.
Der Psycho-Soziale Dienst wird gewährleistet durch Regina Walczak-Vogt, Gestalttherapeutin, Lebens- und Trauerbegleiterin, sowie Koordinatorin des ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes der HOSPIZ-Initiative Erwitte/Anröchte e.V. als externe Honorarkraft mit 18 Monatsstunden. Die Leistungen des Psychosozialen Dienstes bieten für Patienten und deren Angehörige Einzel- und/oder Gruppengespräche zur Begleitung und Betreuung in schwierigen Lebenssituationen an:
• Gespräche zur Klärung von Fragen, die nicht im medizinisch-pflegerischen Bereich liegen • Gespräche zur persönliche Krisenbewältigung - wie nach Eröffnung schwerwiegender Diagnosen, Umbruchsituationen durch Erkrankung, Krisenmanagement im Familiensystem, Überdenken von gewohnten Mustern, Finden von neuen Denkansätzen • Gesprächsangebote bei ethischen Entscheidungsfindungen • Beratungsangebot beim Erstellen einer Patientenverfügung • Patienten in der letzten Lebensphase und deren Angehörige bekommen Unterstützung und Begleitung angeboten. Hier besteht das Angebot von Sterbe- und Trauerbegleitung durch Frau Walczak-Vogt • Koordination der hospizlichen Begleitung am Lebensende durch Ehrenamtliche in Zusammenarbeit mit der HOSPIZ-Initiative Erwitte/Anröchte e.V. • Trauerbegleitung für Hinterbliebene der Haus im Krankenhaus Verstorbenen wie auch für Trauernde von Außen • Ermöglichen der Erinnerungsarbeit durch kontinuierliche Pflege des Erinnerungsbuches und des Fürbittenbuches, die in der Krankenhauskapelle ausliegen. • Mitgestaltung von Gedenkgottesdiensten
Die Beratung des Psycho-Sozialen Dienstes ist kostenlos, konfessionell ungebunden und unterliegt der Schweigepflicht.
Das Gesprächszimmer ist zu erreichen im 2. Obergeschoss, Zimmer 500c, im Übergang zwischen Station 5 und Station 4.
Die Sprechzeiten sind wie folgt:
DI 16.00 – 18.00 Uhr MI 10.00 – 12.00 Uhr sowie nach persönlicher Vereinbarung
Für die Patienten liegt eine Visitenkarte bereit und ein Informationsflyer kann aus einer Halterung links vom Gesprächszimmer entnommen werden. Patienten und Angehörige können auch selbst mit dem Psycho-Sozialen Dienst Kontakt aufnehmen unter der hausinternen Nummer 655. Der Ambulante Hospizdienst ist erreichbar unter 0162/3219064.
Die Erstinformation erreicht den Psycho-Sozialen Dienst entweder durch einen schriftlichen Konsilauftrag, angeordnet direkt durch den pflegerischen Dienst, durch Erfragen nach Gesprächsbedarf durch Frau Walczak-Vogt, oder durch direkte Anfragen von Patienten und/oder Angehörigen.
Die Beratungsgespräche des Psycho-Sozialen Dienstes finden in enger Absprache mit dem pflegerischen und/oder ärztlichen Dienst der zuständigen Station statt. Eine kontinuierliche Kontaktpflege mit dem Patienten/Angehörigen und der Station ist selbstverständlicher Bestandteil der Beratungsarbeit.
Der Erstkontakt erfolgt innerhalb von 24 Stunden nach Eingang des Konsils. Die beratende Arbeit des Psycho-Sozialen Dienstes wird zeitnah in einem mit dem Sozialdienst gemeinsamen Dokumentationssystem (Konsilschein) erfasst.
In Urlaubs-, Krankheits- und Fortbildungszeiten wird der Dienst sichergestellt durch den Sozialdienst im Haus (Carmen Grano). Der Kontakt für hospizliche Begleitung erfolgt dann über das Hospizhandy unter der Nummer 0162/3219064.
Große Unterstützung erhalten wir durch die Frauen und Männer der HOSPIZ-Initiative Erwitte/Anröchte e.V. Seit der Gründung im November 2000 arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Berufen, Altersgruppen und Konfessionen auf ehrenamtlicher Basis für die Initiative. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Leid, Sterben, Tod und Trauer sind sie in der Lage, Betroffenen durch Gespräche, Anteilnahme, Hilfestellungen und Anwesenheit in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen.
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