Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin
Helmut Petruschke Dr. med.
Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin |
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Sekretariat
Tel: 0 29 43 / 890 - 251 Fax: 0 29 41 / 758 – 168 E-Mail: nicole.tack@dreifaltigkeits-hospital.de |
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Leitender Oberarzt:
Dr. med. Dirk Elich
Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin
Sprechstunde:
nach Vereinbarung
Die Abteilungen für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Krankenhäuser in Lippstadt und Erwitte sind seit 2006 zu einer zentralen Abteilung zusammengefasst worden. Sie gliedert sich in vier große Teilbereiche: die Anästhesiologie, die Intensivmedizin, die Notfallmedizin und die Schmerztherapie.
Die Anästhesiologie betreut alle im Haus durchgeführten Operationen und diagnostischen Verfahren, die eine Narkose erfordern. Im Jahr werden zusammen etwa 8500 Narkosen durchgeführt. Alle Verfahren der Narkose dienen dazu, die Operation oder das diagnostische Verfahren ohne Schmerzen und möglichst ohne Stress zu erleben. Unser Aufgabengebiet in der Anästhesiologie umfasst:
- die Untersuchung und Beratung des Patienten / der Patientin vor der Operation
- die Auswahl einer geeigneten Narkose
- die Durchführung der Narkose und Betreuung während der OP
- die Betreuung im Aufwachraum im Anschluss der Operation und später auf der Station
- die Schmerztherapie
Der zweite Teilbereich der Abteilung ist die interdisziplinäre Intensivmedizin. Auf unserer Intensivstation werden Patienten/innen aller Abteilungen im Haus, deren gesundheitlicher Zustand als kritisch bewertet wird, behandelt - sie bedürfen einer besonderen Betreuung. Wir betreiben eine Intensivmedizin nach dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnis, unterstützt durch eine neuwertige technische Ausstattung mit umfangreichem Monitoring und einer automatisierten Patientendokumentation, die eine sichere Überwachung rund um die Uhr gewährleistet. Ein besonderes Anliegen neben der korrekten medizinischen Betreuung ist uns eine umfassende Betreuung der Patienten und auch der Angehörigen der Patienten.
Der dritte Schwerpunkt im Fachgebiet ist die Notfallmedizin. Wir sind in den Rettungsdienst der Stadt Lippstadt eingebunden, der Abteilungsleiter ist ärztlicher Leiter des Notarztstandortes in Lippstadt. Besonders im Rettungsdienst ist ein gut funktionierendes Team von entscheidender Bedeutung. Deshalb führen wir seit dem Jahr 2000 eine jährliche 30-Stunden-Weiterbildung für die Rettungsassistenten der Stadt Lippstadt und Umgebung durch. So ist gewährleistet, dass Notärztin/Notarzt und Rettungsassistent/in sich kennen und ein gut funktionierendes Team bilden. Alle kennen aber auch die nachfolgenden Schritte im Krankenhaus und können die Erstversorgung darauf abstimmen.
Erhebliche Anstrengungen haben wir in den letzten Jahren im vierten Bereich, der Akutschmerztherapie unternommen. Wir haben einen Akutschmerzdienst eingerichtet, der die Patienten/innen insbesondere nach Operationen täglich versorgt. Hierzu werden insbesondere Katheter gestützte Verfahren eingesetzt, die in unserer Abteilung bereits seit 12 Jahren praktiziert werden.
Wenn es für die Operation sinnvoll erscheint, kann vorher in unserem Hause eine Eigenblutentnahme durchgeführt werden. Eine Beratung durch die Operateure oder Anästhesisten soll die Entscheidung der Patienten erleichtern.
Wenn Sie weitere Einzelheiten über uns erfahren wollen dann besuchen Sie doch die anderen Seiten. Hier werden Sie noch detaillierter über unsere Arbeit informiert.
Infos für Fachkreise
Ergänzend zu den Angaben in den anderen Kapiteln finden Sie hier einige weitere Details, die vorwiegend für interessierte Kolleginnen und Kollegen gedacht sind.
1. Anästhesie:
Der Abteilungsleiter besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung für 5 Jahre, zusammen mit Herrn Dr. Göschel vom Evang. Krankenhaus. Wir arbeiten im Dreifaltigkeits-Hospital insgesamt in 5 OPs, in allen OP-Sälen und in der Einleitung ist die technische Ausstattung weitgehend identisch. Alle Narkoseplätze sind komplett mit Beatmung, Monitoring und Patientendatenmanagementsystem (PDMS) ausgestattet. Alle gemessenen Werte werden automatisiert erfasst und dokumentiert, es wird kein handschriftliches Protokoll erstellt. Dies erzieht zur präzisen Arbeitsweise, erleichtert erheblich die Fehleranalyse und ist juristisch kaum anfechtbar. Im Bereich der Narkosen werden die totale intravenöse Anästhesie (TIVA) und Narkosen mit Sevoflurane je nach Indikation eingesetzt. Im Bereich der Regionalanästhesie kommen alle üblichen Verfahren zum Einsatz, häufig auch als Katheter gestütztes Verfahren zur postoperativen Schmerztherapie. Zum Schutz vor Wärmeverlust wird ein konsequentes Management mit konvektiver Wärmezuführung betrieben.Ein Akutschmerzteam, bestehend aus Anästhesieschwestern und -pflegern und dem diensthabenden Arzt betreut alle Schmerzkatheter im Haus. Das Pflegepersonal, nicht nur in der Anästhesie, hat hierfür eine spezielle Ausbildung erhalten, die Vertiefung der Ausbildung gehört mit zu den Aufgaben im Fortbildungsbereich.
Zum weiteren Aufgabenbereich der Anästhesisten gehört die Anlage zentralvenöser Katheter für alle Fachabteilungen im Hause einschließlich der Dialysekatheter. Gelegentlich werden Verfahren der Regionalanästhesie auch zur Therapie chronischer Schmerzen eingesetzt.
Die Anästhesieabteilung im Marienhospital Erwitte bildet seit dem 01.01.2006 mit der Anästhesie-Abteilung des Dreifaltigkeits-Hospitals eine Einheit. Dr. Petruschke ist der Leiter beider Abteilungen, Leitender und geschäftsführender Oberarzt ist Herr Dr. Elich. Durch die Möglichkeit der Rotation haben sich unsere Weiterbildungsmöglichkeiten nochmals verbessert.
2. Intensivmedizin
Der Abteilungsleiter hat die volle Weiterbildungsermächtigung für die anästhesiologische Intensivmedizin. Neben der Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte der Anästhesie-Abteilung werden aber auch Ärztinnen und Ärzte anderer Fachgebiete in der Intensivmedizin weitergebildet entsprechend den Weiterbildungsordnungen der anderen Fächer, z. B. Chirurgie, Anästhesie, Orthopädie u.s.w. (im sog. „common trunk" ).
Die Intensivstation ist als interdisziplinäre Intensivstation ausgerichtet und betreut alle Intensivpatienten im Haus (postoperativ und konservativ.) Mehrfach tägliche Visiten werden mit Vertretern aller Fachbereiche durchgeführt, deren Patienten wir behandeln. Auch die Intensivstation besitzt inzwischen neben einem neuen Monitoring ein Patientendatenmanagementsystem (PDMS), so dass wir weitestgehend papierlos arbeiten. Neben den bereits beschriebenen Vorteilen eines PDMS erfahren wir hier, dass die Arbeit weit mehr systematisiert wird als früher. Standards wurden eingeführt und müssen beachtet werden, durch entsprechende Vorgaben muß ein Abweichen vom Standard stets begründet werden.
Dennoch kann eine gute Intensivmedizin nur durch intensive Kommunikation erreicht werden. Das bedeutet einerseits, dass die an der medizinischen Behandlung beteiligten Gruppen sehr eng zusammenarbeiten. Es bedeutet andererseits, dass Patienten und, sofern möglich, Angehörige mit in den therapeutischen Prozess einbezogen werden. Dazu sind bisweilen sehr lange Gespräche mit Patienten oder Angehörigen erforderlich, die wir aber als wichtig erachten.
3. Notfallmedizin
In der Stadt Lippstadt teilen sich das Evang. Krankenhaus und das Dreifaltigkeits-Hospital die Besetzung des Notarztwagens, gewechselt wird monatlich. Im Dreifaltigkeits-Hospital ist die Anästhesie am Notarztdienst beteiligt.
Wie bereits im allgemeinen Teil dargelegt, sehen wir hier ein großes Betätigungsfeld für die Fort- und Weiterbildung. Dabei bieten wir Weiterbildungsveranstaltungen für die Ärzte und das Pflegepersonal regelmäßig im Haus an. Wir schulen jährlich ca. 80 Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten in vier Wochenkursen und wir bilden insgesamt zwischen 80 und 100 Teilnehmer bei den von uns angebotenen Fortbildungskursen „Notfälle in der Praxis" aus. Einzelheiten können unserem Flyer zu dieser Veranstaltung entnommen werden.
4. Schmerztherapie
Im Bereich der Schmerztherapie sind wir vorzugsweise in der postoperativen Akutschmerztherapie engagiert. Die Gründe für unser Engagement sind schon im allgemeinen Teil dargelegt worden. Wir unterscheiden dabei zwei große Bereiche:
1. Die zumeist intravenös durchgeführte Schmerztherapie ohne Regionalanästhesieverfahren
Wir bevorzugen hier dem aktuellen Stand der Schmerztherapie entsprechend die Kombination mehrerer Medikamente, um die Vorteile der einzelnen Substanzen kombinieren zu können und andererseits Dosierung und Nebenwirkungen zu reduzieren. Die einzelnen Verfahren sind mit den anderen Abteilungen abgestimmt und werden auf der Station von den Fachabteilungen weiter fortgeführt.
2. Verfahren der Regionalanästhesie in der Akutschmerztherapie
Zahlenmäßig am häufigsten werden die interskalenäre Plexusblockade, die Femoralisblockade und die Periduralanästhesie durchgeführt. Dies entspricht den Erfordernissen der bei uns durchgeführten Operationen. Ob Bolusgaben oder kontinuierliche Verfahren angezeigt sind, möglicherweise auch patientenkontrolliert, wird im Vorgespräch mit den Patienten geklärt.
Während die Katheterverfahren schon länger durchgeführt werden, haben wir den Akutschmerzdienst vor wenigen Jahren eingeführt. Dazu war eine intensive Vorbereitung einschließlich einer von uns selbst durchgeführten, sehr ausführlichen Weiterbildung der Pflegekräfte zur algesiologischen Fachassistenz erforderlich. Bei den Katheter gestützten Verfahren findet täglich 2 x eine Visite des Akutschmerzdienstes morgens und abends statt. Das Ergebnis wird mir dem für den Akutschmerzdienst zuständigen Arzt / Ärztin besprochen. Anschließend findet eine ärztliche Visite, in der Regel in der Mittagszeit, statt. Das Vorgehen in der Akutschmerztherapie ist weitgehend schriftlich standardisiert.
Da die Schmerztherapie bei chronisch schmerzkranken Patienten von niedergelassenen Schmerztherapeuten durchgeführt wird, bekommen wir keine Ermächtigung zur ambulanten Behandlung. Wir sind deshalb ausschließlich bei stationären Patienten konsiliarisch tätig. Neben der Schmerzanamnese konzipieren wir Therapiepläne insbesondere auch für onkologische Patienten.
Sollten Sie noch weiteren Informationsbedarf haben, so können Sie uns selbstverständlich auch über die Telefonnummer unseres Sekretariats konsultieren.